Wiedersehen
- 1. Aug. 2017
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Der erste Tag: Halbwegs ausgeschlafen und mit den süßesten Ananas im Bauch machen wir uns auf den Weg nach Peace Africa. Dieses Jahr ist das Gästezimmer dort besetzt. Gerald, der für die Universität Oslo ein Stipendium erhalten hat, ist den Sommer über in sein zu Hause zurückgekehrt. Deshalb wohnen wir drei bei Ronnie, etwa 30 Autominuten von Kawempe entfernt. Wir sind sehr gespannt ob die Kinder uns wiedererkennen, wie sie jetzt aussehen und welche neuen Gesichter hinzugekommen sind.


Eine schlechte Nachricht hat uns bereits erreicht: Esther, unser mittlerweile 12-jähriges Patenkind hat sich mit Typhus infiziert und musste sich im Krankenhaus behandeln lassen. Stationär aufgenommen wird man in Uganda wegen Typhus jedoch nicht, auch nicht wegen Malaria. Ronnie, der dank einer Malaria Erkrankung bei seinem letzten Aufenthalt in München direkt in der dortigen Intensivstation landete, kann über den in seinen Augen extrem übertriebenen Umgang mit der Krankheit nur schmunzeln. Hier in Uganda bekommt man eine Nadel in die Armbeuge gejagt, über die einmal am Tag das Medikament eingespritzt wird und fertig. Wegen Malaria oder Typhus legt sich hier keiner ins Bett. So auch nicht Esther, die uns nach unserem Wiedersehen ein ganzes Weilchen schüchtern umkreist, um mir schließlich vor Freude weinend in die Arme zu fallen. Ich bin so gerührt, dass mir selbst die Tränen in die Augen schießen.

Gerührt bin ich auch von der Willkommensvorführung mit Trommel und Tanz. Das Niveau der Truppe ist beachtlich. Besonders ein ganz kleiner Kerl fällt mir auf, der sich bewegt als sei er Michael Jackson in seinen besten Zeiten. Dieses Bübchen will ich genauer kennenlernen....




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